Magen-Darm-Check
Für wen ist die Analyse geeignet?
Eine Darmanalyse kann helfen, mögliche Ursachen von Verdauungsbeschwerden abzuklären. Sie kommt insbesondere bei Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung oder wiederkehrenden Veränderungen des Stuhlgangs infrage. Auch bei anhaltenden Beschwerden nach einer Magen-Darm-Infektion oder Antibiotikaeinnahme können ausgewählte Untersuchungen zusätzliche Hinweise liefern. Die Ergebnisse ergänzen die ärztliche Abklärung und bieten Orientierung für das weitere Vorgehen.
Enthaltene Analysen (30)
Deep Insight: Analyse der Darmgesundheit
Die Analyse untersucht 24 bakterielle, virale und parasitäre Magen-Darm-Erreger und ergänzt die Erregerdiagnostik um ausgewählte Parameter der Darmgesundheit. Dazu gehören Calprotectin als Entzündungsmarker, Elastase zur Einschätzung der Verdauungsfunktion sowie Zonulin und Untersuchungen der Darmflora. Ergänzend werden im Blut Diaminoxidase (DAO) und spezifische Antikörper zur Abklärung einer möglichen Zöliakie bestimmt. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche infektiöse Ursachen, Entzündungen und Einschränkungen der Verdauungsfunktion. Sie unterstützen die weitere ärztliche Abklärung unter Berücksichtigung der Beschwerden und der jeweiligen Aussagekraft der untersuchten Marker.
FAQ
Für die Analyse erhalten Sie ein spezielles Stuhlprobengefäß mit einer Anleitung zur Probenentnahme. Das Gefäß kann Ihnen per Post zugeschickt oder vorab in unserer Ordination in der Völser Straße 12, 6020 Innsbruck, beziehungsweise im Labor Dr. Theurl in der Franz-Fischer-Straße 7b in Innsbruck abgeholt werden. Die Stuhlprobe entnehmen Sie zu Hause gemäß den mitgelieferten Anweisungen. Bringen Sie die Probe zu Ihrem Analysetermin mit oder geben Sie sie dort ab, wenn keine weiteren Untersuchungen vorgesehen sind.
Nein, es handelt sich um eine individuelle Gesundheitsleistung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Je nach Tarif kann jedoch eine private Zusatzversicherung die Kosten ganz oder teilweise übernehmen. Dies sollte vorab direkt mit dem jeweiligen Versicherungsanbieter abgeklärt werden. Die Analyse kann unabhängig von einer gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch genommen werden; eine e-card wird hierfür nicht benötigt.
Für aussagekräftige Ergebnisse sollte die Stuhlprobe möglichst ohne vorherige Abführmittel oder Antibiotikaeinnahme (wenn medizinisch vertretbar) erfolgen, da diese die Darmflora und Erregernachweise beeinflussen können. Am Tag der Probenentnahme sollten starke Durchfälle oder akute Magen-Darm-Infekte berücksichtigt werden, da sie einzelne Parameter verändern können. Zudem ist auf eine normale Ernährung ohne extreme Umstellungen in den Tagen davor zu achten.
Der Erregernachweis erfolgt mittels moderner Multiplex-PCR, die gleichzeitig mehrere bakterielle, virale und parasitäre Erreger hochsensitiv identifiziert. Ergänzend werden biochemische Analysen wie ELISA eingesetzt, um funktionelle Darmmarker (z. B. Calprotectin, Elastase, Zonulin und DAO) zu bestimmen.
Auffällige Ergebnisse können wertvolle Hinweise auf Störungen der Darmflora, Verdauungsfunktion, Darmschleimhaut oder auf das Vorliegen von Krankheitserregern liefern. Je nach Ergebnis kann eine ärztliche Besprechung sinnvoll sein, um das weitere Vorgehen individuell abzustimmen.
Nein, die Untersuchung ist sowohl bei bestehenden Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen als auch zur Abklärung unklarer oder chronischer Verdauungsprobleme sinnvoll.
Die Häufigkeit hängt von der individuellen Situation ab. Die Analyse wird in der Regel zur Abklärung akuter oder wiederkehrender Magen-Darm-Beschwerden durchgeführt, insbesondere bei Durchfall, Bauchschmerzen oder nach möglichen Infektionsereignissen. Eine erneute Untersuchung kann sinnvoll sein, um den Verlauf einer Infektion zu kontrollieren oder bei anhaltenden bzw. erneut auftretenden Beschwerden weitere Ursachen abzuklären.
Ja, wir empfehlen, die Ergebnisse bei Bedarf ärztlich einzuordnen und individuell zu besprechen.